Als Unternehmensstandort für Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen ist die Landeshauptstadt sowohl für das Saarland wie auch für die deutsch-französische Grenzregion von großer Bedeutung. Zurzeit werden in unserer Stadt rund 100.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vorgehalten, davon rund 75 Prozent im Dienstleistungssektor und etwa 25 Prozent im produzierenden Gewerbe. Diese Zahlen verdeutlichen die Leistungen der Landeshauptstadt zur Bewältigung der wirtschaftlichen Strukturkrise. Saarbrücken ist Motor der wirtschaftlichen Entwicklung im Saarland.
Auf den Brachflächen der früheren Montanstandorte und Bahnanlagen wurden von der städtischen Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) erhebliche Beiträge zur Unterstützung des Strukturwandels erbracht. Auf den Flächen der GIU (IT-Park Saarland, Saarterrassen, aw-hallen) konnten hochwertige Gewerbe- und Dienstleistungsstandorte entwickelt werden. Heute arbeiten dort rund 4.000 Menschen. Mit dem Stadtquartier Eurobahnhof werden zurzeit neue Flächen für die Innenstadtentwicklung geschaffen. Mit dem Projekt „Neues Wohnen in Saarbrücken“ ist es gelungen, ein innerstädtisches Wohnprojekt für junge Familien zu realisieren, das bundesweit beachtet wird und mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet wurde. Wir wollen diese Erfolgsstory der GIU fortschreiben und die Politik der CDU/FDP-Koalition der fortwährenden Schwächung der GIU beenden. Gemeinsam mit City-Marketing, den Ämtern für Wirtschaftsförderung sowie für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit ist die GIU wichtiger Partner bei der Entwicklung und Umsetzung von Profilierungsstrategien für den Wirtschafts- und Einzelhandelsstandort Saarbrücken.
Die Landeshauptstadt braucht eine funktionierende und kreative Wirtschaftsförderung, die als Ansprechpartner für die Belange der heimischen Wirtschaft und für ansiedlungswillige Unternehmen dient. Nachdem CDU und FDP über drei Jahre lang die Besetzung der Leitung des Amtes für Wirtschaftsförderung blockiert haben, wollen wir nach der Kommunalwahl diese Stelle so schnell wie möglich wieder besetzen. Eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsförderung sehen wir in der Erarbeitung eines Konzeptes zur Entwicklung weiterer Gewerbeflächen.
Dabei geben wir weiterhin nutzbaren Brachflächen und Flächenreserven ebenso wie einer intensiven Flächennutzung in vorhandenen Gewerbegebieten Vorrang vor der Ausweisung neuer Flächen am Stadtrand. Das Gewerbeflächenkataster wollen wir gemeinsam mit den umliegenden deutschen und französischen Kommunen zu einem regionalen Gewerbeflächenmanagement ausbauen.
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