Gerade in Zeiten des demographischen Wandels legen viele Menschen Wert auf attraktives Wohnen in städtischen Siedlungsbereichen, die eine Integration von Wohnen, Arbeiten und Leben ermöglichen. Wir brauchen in unserer Stadt ein ausreichendes Angebot an Wohnungen für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, in allen Lebensformen – ob für Alleinlebende, Alleinerziehende, Paare, ‚herkömmlichen’ Familien, für Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und finanziellen Voraussetzungen. Wir wollen den Wohnstandort für junge Familien und ältere Menschen aufwerten, die Wohnumfeldqualität sowie die öffentlichen Freiräume - zentrale Stadtplätze wie auch die dezentralen Stadtteilplätze - deutlich verbessern.
Im Wohnbauprogramm der Landeshauptstadt werden wir darauf achten, dass die Weiterentwicklung der Wohnmöglichkeiten neben der Neubautätigkeit, auch durch Umbau und Modernisierung des Bestandes und durch Schließung von Baulücken erfolgt.
So können vorhandene Entwicklungspotenziale ausgeschöpft und aufwendige Erschließungs-maßnahmen vermieden werden. In unserer vielgestaltigen Stadtgesellschaft wollen wir auch neue Wohnformen und –projekte unterstützen, die den verschiedenen Bedürfnissen unterschiedlicher Lebensalter und Lebensformen gerecht werden. Mehrgenerationenhäuser, Wohnen mit Kindern, Senioren-WG’s, betreutes Wohnen, kostengünstige und energiesparende Wohnweisen sind hier die Stichworte.
Ein wesentliches Element unserer Wohnungspolitik ist die städtische Siedlungsgesellschaft. Sie stellt bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung. Darüber hinaus hat die Siedlungsgesellschaft in den letzten Jahren erhebliche Summen in die Wohnumfeldgestaltung ihrer Standorte investiert und in vielfältiger Weise soziale Aufgaben unternommen. Sie leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Attraktivität und zum Zusammenhalt in den Stadtteilen. Unser städtisches Wohnungsunternehmen übernimmt zudem eine wichtige Regulierungsfunktion für den gesamten kommunalen Wohnungsmarkt. Eine Privatisierung bzw. einen Verkauf des Unternehmens, wie von CDU und FDP in den letzten Jahren immer wieder vorgeschlagen, lehnen wir daher ab.
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