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Wie wir die Lebacher Straße entlasten wollen…

Es gibt Leute, die die Lebacher Straße als Autobahnzubringer verstehen. Die Lebacher Straße ist aber Wohngebiet. Sie ist Teil des täglichen Schulwegs für Grundschulkinder am Rastpfuhl. Sie ist eine zentrale Wegeverbindung für den Radverkehr in die Innenstadt. Auch wenn wir Tempo 30 und Radschutzstreifen eingerichtet haben, ist die Lebacher Straße laut und risikoreich. Wir wollen die Situation für Anwohner*innen, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen verbessern.

Schon seit längerem besteht der Vorschlag, Schwerlastern die Durchfahrt durch die Lebacher Straße und die gesamte Stadt zu verbieten – Denn Schwerlastverkehr bedeutet Luftverschmutzung, Verkehrs- und vor allem Lärmbelastung für die Anwohner*innen.

Im Verkehrsausschuss bringen wir das Thema wieder auf. Denn vor einiger Zeit hatte die Landeshauptstadt bereits ein Gutachten in Auftrag gegeben, das prüfen sollte, ob der Durchgangsschwerlastverkehr durch Saarbrücken verboten werden kann. Wir wollen wissen, was daraus geworden ist und wie das Transitverbot schnellstmöglich umgesetzt werden kann. Bis es soweit ist, fordern wir weitere schnell wirkende Maßnahmen. Um beispielsweise die Situation für Radfahrer*innen zu verbessern, muss ein deutlicher Hinweis auf den einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 m her. Oder ein Überholverbot, dort wo dieser Abstand zwischen Fahrzeug und Radfahrer*in nicht eingehalten werden kann.

Sicherheit geht vor.

So müssen auch alle Kinder gefahrlos zu Fuß zur Schule kommen können. Wir fordern, dass gut sichtbare Schilder mit dem Hinweis „Achtung Schulweg“ ober- und unterhalb der Saarbahnhaltestelle Rastpfuhl angebracht werden. Derzeit gibt es im Straßenraum keinen Hinweis auf die Nähe zu den beiden Grundschulen. So ist der Schulweg besonders in der dunkleren Jahreszeit für die Kinder gefährlich.

Außerdem setzen wir uns für die Installation einer Geschwindigkeitsanzeige mit Smiley zwischen Hochwaldstraße und Rheinstraße ein. Denn obwohl Tempo 30 vorgegeben ist, halten sich viele Fahrer*innen besonders in Richtung Autobahn ganz und gar nicht an diese Begrenzung. Die sogenannten Dialogdisplays weisen die gefahrene Geschwindigkeit aus und warnen Autofahrer*innen, wenn die geltende Höchstgeschwindigkeit überschritten wird.

Der Verkehrsentwicklungsplan sieht eine Leuchtturmkampagne „Sicherer Schulweg“ vor. Diese wurde bislang mit Schwerpunkt in Dudweiler begonnen. Wir halten ihre Umsetzung auch an den anderen Schulen Saarbrückens für sehr sinnvoll, gerade auch am Rastpfuhl und besonders in der Lebacher Straße.

Christine Jung