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Zur Arbeit mit dem Rad – Unsere Stadt als gutes Vorbild  

Zur Arbeit mit dem Rad – Unsere Stadt als gutes Vorbild

In den letzten Jahren hat unsere Stadt stark investiert, um die Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern. Wie schaffen wir es, dass möglichst viele jetzt auch davon profitieren und wirklich umsteigen? Großes Potenzial sehen wir bei Arbeitnehmer*innen. So sollen die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe und nicht zuletzt die Stadtverwaltung selbst als Arbeitgeber*innen mit gutem Beispiel vorangehen. Wir haben sie alle angeschrieben und gebeten, sich für mehr Radverkehr bei ihren Mitarbeiter*innen zu engagieren.

Leinpfad Fahrradfahren

Mit dem Rad zur Arbeit: Sonnenaufgang auf dem Leipfad

Mit einem Antrag im Verkehrsausschuss wollten wir auch die Verwaltung beauftragen, entsprechende Maßnahmen im eigenen Hause umzusetzen und die städtischen Betriebe und Gesellschaften dabei zu unterstützen. Jamaika hat diesen Antrag abgelehnt, mit der Begründung, es gebe bereits Fördermaßnahmen in Form von Zuschüssen bei der Neuanschaffung eines Fahrrads und diese würden nicht genutzt. Außerdem sei der Personalrat gegen eine Ausweitung dieser Maßnahmen.

Wir glauben nicht, dass es nur am Geld liegt. Was viele Arbeitnehmer*innen daran hindert, mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz zu fahren, sind häufig schlicht und einfach fehlende Möglichkeiten, das Fahrrad dort sicher abzustellen – abschließbar und überdacht. Orte, wo man das Rad mit gutem Gefühl, geschützt vor Vandalismus oder Diebstahl, stehen lassen kann.

Allein schon an den fünf großen Standorten der städtischen Verwaltung fehlen ganz offensichtlich solche Fahrradabstellanlagen: am Rathaus, am Haus Berlin, beim Diskontohochhaus, beim Ordnungsamt in der Großherzog-Friedrich-Straße sowie in der Dudweiler Straße gegenüber vom Beethovenplatz.

Wir wollen, dass viele Firmen und Betriebe in Saarbrücken ihren Angestellten den Umstieg aufs Rad erleichtern und entsprechende Möglichkeiten schaffen. Die Stadt könnte vormachen, wie es geht.

Die Verkehrswende gelingt nur dann, wenn möglichst viele sich dafür einsetzen. Dazu müssen eben auch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wir lassen uns da von Jamaika nicht abspeisen und werden weiter nerven!

 

Patrick Kratz und Mirco Bertucci